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Der Rennbericht: GT24ERS / MiniZ Dresden 08.04.2017


Zur diesjährigen Saisoneröffnung der ostdeutschen Meisterschaft der GT24 ERS-Rennserie in Kombination mit der MiniZ zu den LeMans Racern nach Dresden hatten leider nicht viele Slotracer den Weg gefunden. Limbach trat mit 4 Fahrern an, Lauchhammer mit 3, Dresden und Dohna mit jeweils 2. Zur Bahnöffnung um 9Uhr, zu der der Berichterstatter pünktlich erschien, trainierten die üblichen Verdächtigen schon fleißig an der schnellen Vierspurbahn. Nach dem Berichterstatter trudelten dann auch die restlichen Lauchhammeraner und Olli aus Dohna ein. Der elfte Fahrer , René würde erst zum Qualifying erscheinen.

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Mit reichlich Mossgummigrip auf der Bahn fielen im Lauf des Vormittags bei den guten Fahrern die Zeiten auf den schnellen mittleren Spuren auf niedrige 6er Werte. Dennoch blieben die 6.1er Zeiten sehr rar. Meist 6,2 oder 6,3. Mehr ging einfach nicht. Unvermittelte Abflüge und Abschüsse beim Austesten der Grenzbereiche oder das Setzen von zu optimistischen Bremspunkten ließen das Adrenalin bei einigen in die Höhe schnellen. Jörg, der bis halb zwei in der Früh noch im heimischen Renncenter versucht hatte, die Fahrzeuge der Familie Gleitsmann auf Speed zu bringen, kam ein bißchen dünnhäutig daher, als ihm Rolf trotz Warnung in die Karre gefahren war. Ja, wenn man als Berichtertstatter, Hoffotograf und Fahrer unterwegs ist, kann man das Eine oder Andere schon mal überhören…


Mitten im Training dann plötzlich eine unfreiwillige Strompause: Spur blau verweigerte den Dienst weil ihre Litze nachgeklebt werden musste. Wohl eine Folge der zu scharfen Reinigungsmittel in der Vergangenheit? Ich sag ja immer: “An meine Litze lasse ich nur Wasser und CD!” Nach einem - wie immer bei Heidi - vorzüglichen Mittagessen mit Schweinebraten, Rotkohl und Kartoffeln, ging es gestärkt an die Abnahme durch den Reglementshüter Jörg, assisitiert von Rolf, der dann auch einige gleich zum Nachsitzen schickte: Auto oder Karo zu leicht, eine Bodenfreiheit im Bereich einer Briefmarkenstärke oder ein Waagenwinkel von 3 Grad, alles war heute im Angebot. Nur in der Spurbreite waren alle im Limit.

 

Das GT24ERS-Rennen: Quali: Die ersten vier wurden wieder unter den Cracks aufgeteilt, René vor Stefan, Jens und Jörg in der ersten Gruppe, Holger 6 Tausendstel vor Dominik (Rookie! Top!), dahinter mit 2 (!) Tausendstel Rolf, dann Michelle in der zweiten Gruppe, die Krabbelgruppe belebten Hans - Jörg vor Ollli Lulz () und die rote Laterne blieb für Gottfried. Die Rennleitung des Rennens der Krabbelgruppe übernahm Michelle, die mit zaghaftem Stimmchen dann das erste Rennen der Saison freigab. Erinnerte mich irgendwie an die kleine Polizistin aus Police Academy. Na ja, es gibt eben Dinge, in die muss man hineinwachsen.....


Olli Lulz (*lach*) legte in der Gruppe schon mal 216 Runden vor. Nicht schlecht nach der Quali. Aus der zweiten Startgruppe konnte sich Rolf gleich im ersten Turn absetzen und ließ sich die Führung auch nicht mehr abnehmen. Er fuhr mit 222,75 ein dickes Brett, das fast alle Fahrer der Topgruppe nicht bohren konnten. Der 2. Platz war am Ende der Lohn der Mühen. Michelle und Dominik fuhren beide ein solides Rennen, hatten aber insgesamt leider zu viele Abflüge, um ihre in der Quali erzielten Plätze halten. Sie rutschten im Gesamtergebnis auf den letzten (Dominik) bzw. vorletzten Platz ab (Michelle). Schade. Trotzdem an dieser Stelle ein Kompliment an beide, es gab in der Geschichte der Ostrennszene schon viel schlechtere Anfänger. Der Berichterstatter zählte damals auch dazu. Ich denke, da haben wir zwei vielversprechende Talente. Wenn sie dabei bleiben, werden sie in den kommenden Jahren um den Sieg mitfahren. In der Topgruppe setzte sich Stefan früh ab und legte dann von Turn zu Turn zu, so dass er den Tagessieg ungefährdet herausfuhr. Dahinter balgten sich René und Jens um die Plätze 2 und 3, Jörg hatte an diesem Tag zu viele Abflüge und Probleme mit Spur gelb, so dass er mit 2 Runden Rückstand insgesamt auf Platz 5 landete. Weder René noch Jens schafften es aber, Rolf vom 2. Platz zu verdrängen.

Das Mini Z-Rennen: Quali: Die Heimascaris wieder vorne, dahinter Jens und Rolf, Jörg erwischte wieder einen gebrauchten Tag und fuhr nur auf Platz 7 noch hinter Michelle und Gottfried. Dann begann das große Warten auf Hans-Jörg, der mit dem Auto seiner Frau und dem Abschleppdienst unterwegs war. Die Kiste wollten nach Dienstschluss von Heidi einfach nicht mehr anspringen. Er schob sich dann bei seiner Ruckkehr mal kurz und frech in die zweite Gruppe auf den 6. Platz. Das Rennen der Gruppe C war von Langeweile geprägt. Holger fuhr vorneweg, dahinter Olli, der ihn nie wirklich gefährden konnte und Dominik machte das Schlusslicht.

Gruppe B war schon interessanter. Hans-Jörg fuhr auf Rot im ersten Turn eine Runde gegen Jörg auf Gelb heraus, die er dann auch im 2. Turn halten konnte, knapp dahinter schon Michelle, die einen wirklich guten Lauf hinlegte. 1 Runde Rückstand und wiederum 1 Runde Vorsprung vor Gottfried. Anfang des 3. Turns schrumpfte der Vorsprung von Hans-Jörg auf eine halbe Runde und wurde immer kleiner. Jörg fuhr auf Grün hervorragende Zeiten und konnte Mitte des Turns aufschließen. Dahinter lieferten sich Gottfried und Michelle ein Duell um die Plätze. In der letzten Minute fuhren beide rundenlang Rad an Rad. Jörg entschied den Turn für sich, Gottfried blieb 2 Teilstriche vor Michelle stehen. Die fuhr dann auf Rot eine ganze Zeit vor Gottfried her und baute dabei ihren Vorsprung so weit aus, dass sie ihm am Ende eine Runde abnahm. Jörg gab auf Blau seinen einmal gewonnenen Vorsprung vor Hans-Jörg auf Gelb bis zum Schluss nicht mehr ab. Alles andere wäre auch eine kleine Sensation gewesen. 223 Runden von Jörg waren eine Ansage.

Gruppe A, hier fuhren Stefan und René zunächst vorneweg, allerdings mit denkbar knappem Vorsprung von nur einer Runde. Rolf auf Gelb musste, obwohl ihm die Außenspuren liegen, die anderen drei zunächst wegziehen lassen. Danach auf Rot konnte er Jens, der auf Grün unterwegs war, wieder knapp überholen. Im dritten Turn schlug Jens dann zurück, er konnte Rolf wieder eine halbe Runde abnehmen. Zum vierten und letzten Turn war Stefan uneinholbar vorne und Jens auf Rot versuchte noch René auf Grün zu knacken, auch begünstigt durch die Spurverteilung. Seine Zeiten auf Rot waren denen von Stefan gleichwertig und René hatte dem dann nichts entgegen zu setzen. Er konnte hinter dem Sieger Stefan das Rennen auf Platz 2 beenden. René als Dritter hatte eine gute halbe Runde Vorsprung vor dem viertplatzierten Rolf, der es noch schaffte, die in der Gruppe B vorgelegten 223 Runden von Jörg zu knacken. Spannender gehts kaum noch!


Zum Ende des Renntags, nachdem alle schon länger in ihrem eigenen, mehr oder weniger müffelnden Saft schmorten, fiel es Hans-Jörg dann auch ein, endlich gegen die lokale Klimaerwärmung vorzugehen und stellte die Heizung ab.

Die Gesamtergebnisse der beiden Rennen könnt Ihr wie immer auf der Homepage des Slotway Lausitz und in der Slotracing Ost Gruppe bei Fatzebuck anschauen.  Es war ein äußerst entspanntes Rennen mit viel Spaß unter den Fahrern. Wir freuen uns auf das 2. Rennen am 22.04.2017 in Leipzig. Bis dahin grüßt...


Euer Paparazzo    sonnenbrille

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