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Der Rennbericht: GT24ERS/MiniZ auf dem Slotway Lausitz in Lauchhammer am 30.09.2017

Diesmal gastierte der Rennzirkus in der schönen Niederlausitz, auf dem kurzen, aber äußerst anspruchsvollen Kurs des Slotway Lausitz in Lauchhammer. Es würde sich zeigen, wie die Rookies aus Dohna diesen Kurs in den Griff oder besser gesagt, in den Drücker würden bekommen können.

So langsam müssen sich die Favoriten in Stellung bringen um im Kampf um die Spitzenpositionen nicht den Anschluss zu verlieren. Bei insgesamt noch 75 zu vergebenden Punkten kann jede Nullnummer zum Zwangsstreicher und vielleicht entscheidenden Faktor werden.

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Das Training begann bereits vor der offiziellen Bahnöffnung um 09.00 Uhr, da Thomas mit Sondergenehmigung schon um 08.00 Uhr vor Ort war. Bahnbetreiber und Serienverantwortlicher in Personalunion Jörg hatte seinen Hof schon geöffnet, damit die Teams ihre Renntrucks ordnungsgemäß abstellen konnten. Insgesamt 16 Fahrer waren gekommen, so dass vier komplette Startgruppen gebildet werden konnten. Schön, dass auch diesmal wieder ein Neuling an der Bahn begrüßt werden konnte: Marcel, ein Kumpel von Rookie Lennart, war am Freitag zum erstenmal am Slotway Lausitz beim Training aufgeschlagen und hatte sich entschieden, am Samstag schon sein erstes Rennen mitzufahren. Alle Achtung: Diesen Mut hatte der Berichterstatter anfangs nicht!

Im freien Training schälten sich schnell 6,1er und auf den schnellen Spuren auch mal 6,0er Zeiten als das Maß der Dinge heraus, die man wahrscheinlich auch in der Quali würde abliefern müssen, um in der Top-Gruppe dabei zu sein. Jörg knallte bei den MiniZ zwischendurch sogar mal eine 5,9 auf die Bahn. Puh!

Die Versorgung war - wie immer bei Manu - erstklassig, schon zur Bahnöffnung standen Kaffee und belegte Brötchen bereit. Im Lauf des Vormittags kamen für die Youngster unter den Fahrern sogar noch Nutellabrötchen dazu…pardon: Nussschokocremebrötchen natürlich, ich will ja keine Schleichwerbung machen. Was tut man nicht alles um den Nachwuchs bei der Stange zu halten!

Midddach! Cabanossisuppe! Ein Gedicht!

Abnahme: Die Abnahme der Fahrzeuge übernahmen erstmalig Holger und Thomas vom Heimclub. Den scharfen Augen der Inspektoren entging nichts: zu leicht, zu breit, zu wenig Winkel an der Schwerpunktwaage. Viele Fahrer mussten nacharbeiten, auch einige der Topfahrer. Den Vogel schoß Jörg ab, der den Rennkommissaren seinen GT24er Boliden mit einer Spurbreite von 84 mm unterjubeln wollte. O-Ton Jörg: „Wollte nur mal testen, ob die ihren Job auch gut machen.“ Wer’s glaubt! Wie sich dann herausstellte waren auf dem Renner 15er Hinterräder montiert! Ha ha!

Pünktlich um 14.00 Uhr war die Abnahme durch und nach der obligatorischen und diesmal auch recht kurzen Rennveranstalterbahnbetreiberserienverantwortlicheransprache konnte die Quali für die 24er beginnen.

GT24ERS

Quali-Ergebnis:

Gruppe A: Jörg, Jens, Thomas und Holger

Gruppe B: Rolf, Olli, Julian und Vincent (!!!)

Gruppe C: André, Michelle, Tristan und Lennart

Gruppe D: Marcel, Dominik, Paul und Jona

In der zuerst startenden Gruppe D gab es zunächst einen Dreikampf zwischen Dominik, Jona und Marcel, bei dem sich Jona zum dritten Turn leicht mit einer dreiviertel Runde absetzen konnte. Dahinter denkbar knapp Dominik und Marcel. Paul war zu diesem Zeitpunkt schon mit ca. 10 Runden abgeschlagen. Den Vorsprung ließ sich Jona dann auch nicht mehr nehmen und fuhr den Laufsieg in der Gruppe D heraus, obwohl Dominik sich noch auf 20 Teilstriche heranfuhr. Pauls Rennen wurde durch eine abgerissene Heckschürze torpediert, wodurch die Kabel der Auspuffflammen im Getriebe hingen. 20 Runden Rückstand waren die Folge. An seiner Stelle würde ich mal ein ernstes Wort mit dem zuständigen Mechaniker reden!

Durch einen Neustart zu Anfang des Rennens der Gruppe D geriet die Reihenfolge der Gruppen etwas durcheinander, so dass die Gruppe B als nächstes ihren Lauf fahren musste. Hier setzte sich Rolf von Anfang an an die Spitze und gab diese auch nicht mehr ab. Trotz einsetzender Konzentrations-schwächen im 4. Turn auf Blau und daraus folgender zweier Abflüge legte er 226,94 Runden vor. Welche Platzierung sich daraus ergeben sollte, war zu diesem Zeitpunkt noch völlig offen. Dahinter balgten sich Julian und Olli um den zweiten Platz in der Gruppe. Das Duell entschied Julian mit 44 Teilstrichen letztlich für sich. Unser Küken Vincent erreichte respektable 193 Runden.

Die Gruppe C dominierte zunächst André mit ca. 3 Runden Vorsprung vor Lennart und Michelle, die beide quasi gleichauf fuhren. Andrés Vorsprung blieb auch im 3.Turn, Michelle auf Blau konnte sich dann von Lennart, der auf Grün fuhr, mit 2 Runden absetzen. Im letzten Turn fuhr er auf Grün insgesamt 212, 84 Runden raus, was ihm vor der Topgruppe die zweite Position hinter Rolf und vor Julian einbrachte.

Gruppe A, die Top-Gruppe:

5-4-3-2-1-Frühstart!! Und das bei den Top-Fahrern! Jens zeigte Nerven, zuckte kurz und Jörg und Thomas zuckten hinterher! 3 Sekunden Zeitstrafe für alle drei, nur Holger ließ sich nicht beeindrucken und blieb cool. Der nervöse Finger von Thomas sollte noch Folgen haben…

Er fuhr sich im ersten Turn auf Rot gleich mal an die Spitze, ganz knapp dahinter und fast gleich auf Jens und Jörg, Holger etwas abgeschlagen.

Im zweiten Turn behauptete Thomas auf Grün die Führung mit einer halben Runde vor Jens, dahinter Jörg auf dem dritten Platz, Holger schon etwas deutlicher zurück. Die Rundenzahl von Thomas lag nach der Hälfte des Rennens bei 112 Runden, hochgerechnet auf das Rennen wären das 224. Rolf, der zwischenzeitlich die Rennleitung übernahm, konnte nur noch Nägel kauend zusehen.

Im dritten Turn fuhr Thomas sagenhafte und an diesem Tag unerreichte 58 Runden auf Blau und lag am Ende mit 170 Runden immer noch eine Runde vor Jens und zwei vor Jörg. Holger weiter auf Platz 4. Thomas würden 56 Runden genügen um Rolf von der Spitze zu verdrängen.

Die fuhr er auch im vierten Turn, allerdings rollte er zum Rennende bei 226,85 Runden aus, läppische 9 (!) Teilstriche zu wenig, um Rolf zu schlagen. Jetzt rächte sich sein Frühstart!

Hinter Rolf und Thomas platzierten sich Jens auf Gesamtplatz 3, dann Jörg auf 4 und Holger auf 5.

MiniZ

Quali-Ergebnis

Gruppe A: Jörg, Holger, Rolf und Jens

Gruppe B: Thomas, Michelle, Olli und André

Gruppe C: Julian, Lennart, Vincent und Tristan

Gruppe D: Paul, Dominik, Jona und Marcel

Gruppe D:

Keine Besonderheiten, Dominik mit einer Runde Vorsprung vor Marcel, dann Paul und Jona.

Gruppe C:

Hier kam es nun zum von Allen erwarteten Vater-Sohn Duell: Lennart gegen Vincent. Im ersten Turn fuhren beide zeitweise Rad an Rad, aber auch sehr diszipliniert. Konnte man das vom Papa auch so erwarten, so war das bei einem 8-jährigen nicht unbedingt alltäglich. Kompliment an beide, die ein sehr konzentriertes und gutes Rennen fuhren.Julian lag in Turn 1 und 2 vorne, allerdings kam im dritten Turn Lennart immer näher an ihn ran, wobei Julian auf Grün die langsamere Spur hatte gegenüber Lennart auf Rot. Kein Wunder also.Im vierten und letzten Turn setzte sich Julian dann wieder auf 2 Runden ab und gewann den Lauf vor Lennart, dann Sohnemann Vincent. Tristan finishte als Vierter.

Gruppe B:

Im ersten Turn Thomas vor Michelle, Olli und André, alle mit jeweils einer Runde Unterschied.Könnte spannend werden. Im zweiten Turn konnte sich Thomas auf Rot etwas absetzen, er fuhr drei Runden Vorsprung heraus. Dahinter balgten sich Olli und Michelle um den zweiten Platz, André lag mit einer weiteren Runde Rückstand auf 4.In der ersten Sekunde des dritten Turns sofort ein Crash mit drei beteiligten Fahrzeugen. Man erkennt: Mazdas sind stapelfähig! Danach kämpften Olli und Michelle in gleicher Runde Rad an Rad, bis Michelle die Nerven verlor und bei ihrem Abflug in der Zielkurve Olli beinahe abräumte. Olli zieht dadurch weg und André schließt auf Michelle auf. Thomas fährt vorne einsam seine Runden.Den vierten Turn kann der Berichterstatter aufgrund seines Einsatzes als Rennleitung leider nicht kommentieren, außer dass es zu relativ wenigen Abflügen und die Chaostaste so gut wie gar nicht zum Einsatz kam. Thomas gewinnt seinen Lauf vor Michelle, die Olli nun doch noch um 12 Teilstriche abgefangen hatte. André rutscht als Laufvierter noch hinter Julian auf den 9. Platz in der Gesamtwertung.

 Jetzt die Gruppe A:

Anmerkung des Berichterstatters: Man möge mir Ungenauigkeiten bei der Schilderung der einzelnen Positionen im Verlauf des Rennens verzeihen, ich musste ja auch noch ein Rennen fahren. Ich bin nur ein Mann und noch nicht multitaskingfähig.

Nach dem Start waren alle vier Fahrer zunächst ein paar Runden fast gleich auf, dann setztesich Rolf auf Rot etwas ab, knapp vor Jörg auf Gelb, der sich aber an sein Hinterrad klemmte und kaum abschütteln ließ. Jens auf Grün kam dagegen nicht so richtig klar und verlor schon hier drei Runden gegenüber den beiden Führenden. Holger fuhr dazwischen auf Position 3.Im zweiten Turn setzte sich Rolf weiter ab, dahinter kämpften Jörg und Holger um den zweiten Platz. Jens konnte sich auf Blau wieder etwas heranfahren, schaffte es aber nicht, sich zwischen die beiden Gleitsmänner zu schieben.Der dritte Turn verlief ähnlich dem zweiten, Jens weiterhin mit Problemen, den Speed seiner Vorderleute zu fahren.Im vierten und letzten Turn hatte Rolf eine Runde Vorsprung vor Jörg und fuhr diesen dann auch nach Hause.Dahinter wurde es zwischen Jörg und seinem Bruder nochmal sehr knapp. Letztlich schaffte es Jörg mit 9 Teilstrichen vor Holger, dahinter auf 4.Position mit 3 Runden Rückstand Jens, der diesmal wohl einen gebrauchten Tag erwischt hatte. Kennt man von ihm eigentlich nicht. Die Laufreihenfolge war dann auch die des Gesamtergebnisses in der MiniZ.

Hatte es beim letzten Rennen in Limbach noch nicht ganz gereicht, konnte Rolf an diesem Tag zum ersten Mal in seiner Rennfahrerkarriere einen Doppelsieg nach Hause fahren.

Zum Schluss wieder der herzlichste Dank an die Organisatoren und Verantwortlichen sowie an die Herrin des Hauses für die sehr gute Verpflegung. Es war wieder einmal ein schöner und für den Berichterstatter diesmal sehr aufregender Renntag.

Wir freuen uns auf das nächste Rennen am 14.10.2017 in unserer Hauptstadt Berlin auf dem Euroraceway, seines Zeichens längste Bahn in der Meisterschaft.

Euer Paparazzo

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