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Der Rennbericht: GT24ERS / MiniZ Dresden 08.04.2017

Zum zweiten Lauf der Ostdeutschen Meisterschaft in der GT24ERS und MiniZ Serie luden die Autorennbahnfreunde Leipzig nach Großkugel in ihre heiligen Hallen ein. Neben den zwei Leipzigern André und Dirk stiegen noch 12 weitere Fahrer zeitig am Morgen in die Autos und begaben sich auf den Weg zu den Autorennbahnfreunden. Aus Lauchhammer Jörg, Holger und Thomas, aus Limbach Jens, Gottfried, Michelle, Julian und Dominik, aus Dresden Hans-Jörg und Stefan sowie aus Dohna Olli und René.

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Die Gastgeber hatten bereits bestens vorbereitet. Belegte Brötchen und Kaffee standen bereit, damit man sich nach der Anreise erst mal kurz stärken konnte. Der heutige Berichterstatter wurde als Assistent vom Hauptpaparazzo mit der großen Aufgabe betraut, da er wegen Terminüberschneidung seine Aufgabe leider nicht wahrnehmen konnte. Der Aushilfspaparazzo trudelte wegen der zu Hause vergessenen Kamera erst gegen 9.30 Uhr ein. Bitte niemanden erzählen, sonst gibt´s bestimmt ne Abmahnung ;-)

Bereits vor der offiziellen Bahneröffnung um 9 Uhr, waren die hochmotivierten Limbacher bereits 8:45 Uhr vor Ort und waren schon feste am Trainieren. Die drei Musketiere aus Lauchhammer waren noch später dran als die Dresdner. Sie hatten aber auch die längste Anreise. Gegen 10 Uhr gaben auch sie sich die Ehre. Demzufolge wurde es bei 14 Fahrern dann recht voll an den Fahrerständen. Anstellen war angesagt. 

10:30 Uhr wurde das Training unterbrochen, damit unser Häuptling Jörg die Runde offiziell eröffnen konnte. Nach seiner üblichen Ansprache mit den allgemeinen Regeln und lokalen Gegebenheiten konnte das Training dann nach kurzweiligen 10 min fortgesetzt werden. Hier eine kleine Anekdote. Es durfte nur das heimische weiße Klebeband zum Abziehen verwendet werden, da wohl bei dem letzten Rennen irgend jemand sein Klebeband mit irgendwas getränkt hatte und somit den ganzen Grip auf der Bahn ruinierte.

Dann gegen viertel zwölf hatte Jens erst mal einen gucken lassen. Mit einer 6.578 in der GT24ERS und einer 6.429 in der MiniZ Klasse hat er eine sportliche Zeit vorgegeben und in Stein gemeißelt. Diese wurden dann aber später noch einmal von Jens unterboten.

Zum Mittagessen verwöhnten uns die Gastgeber mit einer leckeren Lauchsuppe. Wer noch etwas Bissfestes essen wollte, bekam noch ein paar Wiener oder ein belegtes Brötchen.

Pünktlich nach dem Essen startete die Autoabnahme. Zwei Fahrer mussten noch mal bei den GT24ERS korrigieren. Ihre Wagen kamen nicht durch die Abnahme. André war ein sehr korrekter Rennwagen-TÜV-Mitarbeiter, der auf jedes Detail achtete. Einmal hing ein Wagen nicht ganz genau an der Waage, einmal stimmte die Karosseriebodenfreiheit nicht und zwei Mal hatten die Vorderräder etwas zu wenig Auflagefläche. Aber Reglement ist Reglement und alle bekamen die Chance zum nacharbeiten. Nach kurzer Bauzeit der drei Herren war die zweite Abnahme aber dann erfolgreich.

GT24ERS: Die Qualifikation startete fast pünktlich. Um 13:20 Uhr eröffnete Olli die Quali. Die erste Startgruppe bildeten in der Reihenfolge Jens, René, Gottfried, Jörg und André. In der zweiten Startgruppe Stefan, Michelle, Holger, Julian und Dirk. Dominik, Thomas, Olli und Hans-Jörg, der eher einen gebrauchten Tag hatte, starteten in der Krabbelgruppe.

Die Krabbelgruppe war geprägt von technischen Problemen. Jörg hatte gleich im ersten Lauf einen Kabelklemmer und verlor gleich mal 10 Runden durch die Reparaturpause. Olli war 4 Läufe klar in Führung. Beim 5. und letzten Lauf lief es nicht mehr rund. Olli fuhr auf Grün. Durch viele Abflüge büßte er Runde für Runde seines Vorsprungs auf Thomas ein und eine Minute vor Schluss bekam Olli Stromprobleme. Ursächlich waren zu kurze Schleifer. Somit rollte Olli letztendlich mit 248,24 Runden - 30 Teilstriche hinter Thomas - auf dem 2. Platz der Krabbelgruppe ein. Durch die lange Reparatur blieb für Hans-Jörg leider nur der letzte Platz.

In der zweiten Startgruppe ging es auch heiß her. Holger begann auf den schnellen Spuren und konnte sich schnell 2 Runden Vorsprung auf Dirk und Julian herausfahren. Stefan startete auf Grün und hatte auf der langsamsten Spur etwas mehr als 3 Runden Rückstand. Die Abstände schmolzen nach 4 Läufen zusammen. Holger musste im 4. Lauf auf Rot und im 5. Lauf auf Grün starten. Irgendwie wurde Holger nervös und hatte sehr viele Abflüge auf den beiden langsamen Spuren, so dass Stefan und Dirk den Holger überholten. Eine Minute vor Schluss führte Stefan hauchknapp vor dem Heimaskari Dirk. 15 Sekunden vor Schluss war Dirk an Stefan dran. Beide drückten den Hahn auch in der Kurve durch und schenkten sich nichts. Dirk mit einem kleinen unfreiwilligen Quersteher schob Stefan raus. Somit gewann Dirk hauchknapp vor Stefan auf den wirklich letzten Metern. Man(n) - war das spannend!!!

Spannend war es auch in der ersten Startgruppe. Jens startete durch seinen Qualifikationssieg auf Grün, der langsamsten Spur. Er fuhr aber nur sehr zaghafte, im Mittel 7.3er Rundenzeiten, er wollte – nach eigener Aussage - Quersteher vermeiden, damit er sich nicht die Reifen dreckig fährt, um auf den anderen Spuren schnell zu sein. Gottfried begann auf Rot. Auch er hatte mit vielen Abflügen zu kämpfen. Sein tolles Qualiergebnis konnte er nicht ins Ziel fahren und beendete dann im Gesamtklassement auf Platz 7 das Rennen. Dirk und Stefan aus der 2. Startgruppe rückten damit dann auf Platz 5 und 6 vor. Jörg startete auf Blau, aber irgendwie war hinter der runden Säule öfters Mal ein „Felsen“, der Jörg unfreiwillig abfliegen ließ.  Hier ließ Jörg sehr viel Zeit liegen. Am Ende sollte es aber noch für Platz 4 reichen.

René fuhr bis zum letzten Lauf ein sehr unauffälliges Rennen. Glücklicherweise konnte er sich immer raushalten, wenn sich die anderen vier oft gemeinsam beharkten und große Batzen bildeten ;-) Mit nur 2 Abflügen ging es in den letzten Lauf. René ½ Runde vor André. Lange fuhren Sie auf fast identische Zeiten. André auf der schnellen Spur Weiß und René auf Blau. Auch hier zwei Minuten vor Schluss, gönnte sich René aber doch noch einen Abflug. Der Vorsprung schmolz auf 10 Teilstriche. Von nun an völlige Ruhe im Raum. Alle konzentrierten sich auf dieses Duell um Platz 1 und André witterte seine Chance. Er gab alles, während René sich zu sehr auf seinen Verfolger André konzentrierte. Trotz unsauberen Rennrunden, vielen unfreiwilligen Querstehern konnte René aber doch noch das Rennen für sich entscheiden - mit 6 Teilstrichen (à 32 cm) Vorsprung vor dem Heimaskari André. Es ist der erste Sieg für René auf fremden Terrain. Jens beendete das Rennen auf dem 3. Platz, mit etwas mehr als einer Runde Rückstand auf die beiden führenden René und André.

MiniZ: 10 vor halb fünf ging es in die Qualifikation der MiniZ Serie. Gottfried, Julian, Olli und Hans-Jörg bildeten die Gruppe C. Dirk, Thomas, Holger, Michelle und Dominik die Gruppe B und Jens, Stefan, Jörg, André und René Gruppe A. Jens mit einer fabelhaften Qualizeit von 6.487, die aber im Rennen von ihm noch einmal um knapp 1/10 unterboten wurde. Jens MiniZ Mazda ist wirklich sauschnell.

In der Gruppe C bei Hans-Jörg wieder das gleiche Bild. Er flaxte noch vor dem Rennen, dass sich nun kein Kabel mehr einklemmen könnte. Schon im ersten Lauf verklemmte sich der Leitkiel ständig. Die Einsetzer hatten Schwierigkeiten das Auto wieder in die Spur zu bekommen. Irgendetwas stimmte auch an seinem Fahrwerk nicht. In vielen Kurven hob der Toyote sein Hinterbeinchen. Am Ende wieder nur die Rote Laterne für Hans-Jörg – ein gebrauchter Tag geht zu Ende. Olli fuhr dieses mal souveräner in der MiniZ, am Ende wieder auf Grün mit vielen Abflügen. Aber dieses Mal reichte es für den Gruppensieg vor dem Junior Julian. Mit jeweils 249 Runden reichte es für Olli am Ende auf Platz 9 und für Julian Platz 10.

Damit kommen wir zur Startgruppe B. Hier gab es wieder Mal eine kleine Überraschung und war vor Spannung durch ständige Führungswechsel wirklich nicht zu überbieten. Michelle startete als viertbeste in der Gruppe auf Spur Blau. Sie war so schnell unterwegs, dass Sie nach dem ersten Lauf ganz vorn lag. 1 Runde Vorsprung vor Holger auf Gelb und 3 Runden Vorsprung auf dem Heimaskari Dirk, der auf der langsamen Spur Grün startete. Im 3. Lauf musste Michelle auf Grün und Holger durfte auf Weiß. Holger rundete sich zurück und Michelle hatte mit Beginn des 3. Laufes 3 Runden Rückstand auf Holger und eine Runde auf Dirk. Dann durfte im 4. Lauf Michelle auf Weiß und Holger musste auf Rot. Michelle konnte Holger überholen und war ¼ Runde knapp hinter Dirk. Michelle ging auf Gelb in den letzten Lauf, Dirk auf Rot und Holger auf Grün. Michelle und Dirk liefen sich ein spannendes Rennen um den Gruppensieg. Mit fast identischen Zeiten war es denkbar knapp bis zum Schluss. Schade, dass sich Michelle noch einen Abflug auf Gelb leistete. So gewann Dirk mit 255 Runden knapp vor Michelle. Holger hatte letztendlich 3 Runden Rückstand auf Michelle und wurde dritter in dieser Gruppe. Für Thomas und Dominik lief es nicht so gut. Beide hatten mit wirklich vielen Abflügen zu kämpfen. Sie beendeten diese Gruppe als vierter und fünfter, wurden aber letztendlich, aufgrund der geringen Rundenzahl auf die Plätze 12 und 13 durchgereicht.

In der Gruppe A fuhren die MiniZ Favoriten einsam vorneweg. Bereits nach dem 1. Lauf hatte Jörg 3 Runden Vorsprung auf den Rest des Feldes, wobei Jens auf Grün fuhr. Nach dem 3. Lauf waren Jörg und Jens mit 151 Runden gleich auf, aber mit 4 Runden Vorsprung auf Stefan und André. René musste im 4. Lauf auf Grün ran. Hatte also keine Chance mehr zum Eingreifen. Zu viele Abflüge wegen eines nicht ganz so guten Paketes ließen Dirk noch hoffen einen Platz aufzusteigen. Letztendlich sollte es aber noch knapp für René mit 1 Runde Vorsprung auf Dirk, aus Startgruppe B, zu einem akzeptablen 5. Platz reichen. Nach dem 4. Lauf führten Jens und Jörg mit 6 Runden Vorsprung auf Stefan und André, die mit 208 Runden gleichauf lagen und sich ein spannendes Duell um Platz 3 lieferten. Im 5. Lauf musste Jörg auf Grün starten, Jens auf Rot, Stefan auf Blau, André auf Gelb und René auf Weiß. Gegen Ende des letzten Laufes bekam Jörg noch mächtig Probleme mit dem Grip. Plötzlich wurde es noch mal eng. Stefan kämpfte sich Stück für Stück an Jörg heran. Nur 19 Teilstriche fehlten letztendlich Stefan auf Platz 2, für Jörg war das Rennen glücklicherweise noch rechtzeitig beendet. Jens gewann souverän mit 266 Runden, 4 Runden vor Jörg sowie einem neuen Bahnrekord mit einer 6.3er Zeit. Irre!!!

Müde und erschöpft packten, nach einem großartigen Renntag, alle Ihre Sachen zusammen. Häuptling Jörg rief am Ende noch einmal alle für eine Siegerehrung zur Versammlung zu sich. Für viele war es dieses Mal nicht wirklich ein entspanntes, sondern ein spannendes und aufregendes Rennen bis zum Schluss. 

Der „Aushilfspaparozzo"

Wir freuen uns nun auf das GT24ERS Langstreckenrennen am 27.05.2017 in Dohna. 

Das nächste GT24ERS und MiniZ Sprintmeisterschaftsrennen findet dann erst nach der Sommerpause, am 09.09.2017 in den heiligen Hallen von Jens in Limbach-Oberfrohna, statt.

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